André Philip

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
André Philip, 1965

André Philip (* 28. Juni 1902 in Pont-Saint-Esprit, Département Gard; † 5. Juli 1970 in Paris) war ein französischer sozialistischer Politiker.[1]

Philip war als Vertreter des Departements Rhône ab 1936 Mitglied der französischen Abgeordnetenkammer und damit am 10. Juli 1940 Teil der Nationalversammlung, die über die erweiterten Vollmachten für Marschall Philippe Pétain zu befinden hatte. Philip gehörte zu den „quatre-vingts“, die gegen diese Ermächtigung stimmten.

Er entwarf als Vertrauter von Charles de Gaulle 1943 für die französische Exilregierung einen Plan, der unter Mithilfe von Jean Monnet und René Mayer ausgearbeitet wurde. Dieser Plan war für ein Konzept der westeuropäischen Integration gedacht. Dazu sollte u. a. eine Gemeinschaft der Schwerindustrie gehören. Zu diesem weitsichtigen Plan gehörte vor allen Deutschland, das eine besondere Rolle spielen sollte. Dies war die Basis für die Montanunion, d. h. der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gemäß dem Schuman-Plan vom 9. Mai 1950, deren Vertrag am 18. April 1951 unterzeichnet wurde und am 25. Juli 1952 in Kraft trat.[2][1]

Commons: André Philip – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b André, Louis Philip. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 27. Mai 2023 (französisch).
  2. Franz Knipping: Die Einigung Europas. DTV-Verlag, ISBN 3-423-30609-2, S. 38.
VorgängerAmtNachfolger

René Pleven
Robert Schuman
Finanzminister von Frankreich
26. Januar 194624. Juni 1946
18. Dezember 194622. Januar 1947

Robert Schuman
Robert Schuman