Antonio Tamburini (Sänger)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Antonio Tamburini, Lithographie von Josef Kriehuber, 1828
Antonio Tamburini, Lithographie von Friedrich Franz Adolf Kratzschmer (1806 - 1886) , 1838

Antonio Tamburini (* 28. März 1800 in Faenza; † 8. November 1876 in Nizza) war ein italienischer Opernsänger (Bariton).

Geboren in Faenza, studierte er bei seinem Vater, einem Kapellmeister das Horn und Gesang bei Aldobrando Rossi und Bonifazio Asioli. Mit 18 Jahren debütierte er in der Oper La contessa di colle erbose von Pietro Generali. Im weiteren Verlauf wurde er einer der besten und gesuchtesten Baritons seiner Zeit. Sein Stimmumfang soll vom hohen G bis zum tiefen C gereicht haben.[1] Er sang in Piacenza, Neapel, Livorno und Turin, bis er 1822 an die Scala kam. Weitere Engagements folgten in Wien, London und Paris (1832–1851). 1855 trat er von der Bühne ab und beschränkte sich bis 1869 auf Konzertauftritte. Seine schöne, weiche und flexible Stimme entsprach dem Belcanto-Ideal seiner Zeit. Gerühmt wurde seine blendende Erscheinung und eine eindrucksvolle Bühnenpräsenz. Er trat oft mit dem Tenor Giovanni Battista Rubini und der Sopranistin Giulia Grisi auf. Tamburini ist berühmt für seine Verbindung mit dem Opernschaffen von Bellini und Donizetti. So gehörte er mit Giovanni Battista Rubini, Giulia Grisi und Luigi Lablache zu dem berühmten Puritani-Quartett. Bei der Premiere von Donizettis Don Pasquale trat dieses Quartett wieder auf der Bühne auf, wobei Rubini durch Giovanni Mario ersetzt wurde. Ab 1822 war er mit der Altistin Marietta Gioja-Tamburini verheiratet, mit der er auch oft auf der Bühne stand.

Tamburinis Rollen bei Uraufführungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. R. Büchner (Hrsg.): Tamburini: In EILPOST, Neue Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Moden, 2. Jg. 1838, Nr. 33, S. 413.