August Schreiber (Kaufmann)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Albert August Friedrich Schreiber (* 15. August 1768 in Heilbronn; † 15. Dezember 1847 ebenda[1]) war ein deutscher Kaufmann und Politiker. Er vertrat die Stadt Heilbronn von 1821 bis 1823 in der Abgeordnetenkammer der Württembergischen Landstände.

Das Schreiberische Landhaus auf einem Stahlstich von Theodor Rausche (1845)

Schreiber war Kaufmann und Partikulier in Sontheim. Dort war er Eigentümer des sogenannten A. Schreiberischen Landhauses und weiterer, in den 1760er Jahren von Franz Bianchi als Tabakfabrik errichteter Gebäude, die zuletzt der Schuhfabrik Wolko gehörten.

Im ausgehenden 18. Jahrhundert vertrat Schreiber mehrmals die städtischen Interessen, weil Heilbronn den Reichsstadt-Status bewahren wollte. Als Dank für seine Verdienste um die Stadt Heilbronn erhielt er ein Silberservice, bestehend aus zwei Kannen, Zuckerdose und Tablett, das ihm von der Stadt Heilbronn für seine Verdienste überreicht wurde. Auf dem Tablett ist eine Inschrift auf Latein eingraviert:

AUGUSTO SCHREIBER
CIVI HEILBRONNENSI
PRO BENE MERITIS
HAECCE VASA
DONO OBTULIT
PATRIA GRATA
1799

Der Schöpfer des Services war der Gold- und Silberarbeiter Brand.[2]

Nachdem Benjamin Friedrich Haakh das Mandat niedergelegt hatte, wurde Schreiber 1821 in einer Ersatzwahl für die Stadt Heilbronn in die Abgeordnetenkammer der Württembergischen Landstände gewählt. 1823 legte er seinerseits das Mandat nieder. Zu seinem Nachfolger wurde Gottlieb Link gewählt.

Schreibers Eltern waren der Heilbronner Rechtskonsulent und Stadtschreiber Christof Johann Schreiber und Friederike Wagner. 1830 heiratete Schreiber in zweiter Ehe Ernestine Pauline Orth (1809–1877).

Nach August Schreiber ist seit 1922 der August-Schreiber-Weg in Heilbronn benannt.[1]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b Geburts- und Sterbedaten sowie Jahr der Wegbenennung nach: Gerhard Schwinghammer und Reiner Makowski: Die Heilbronner Straßennamen. Hrsg. von der Stadt Heilbronn. 1. Auflage. Silberburg-Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-87407-677-6, S. 32–33
  2. Angaben zum Silberservice nach Stadtarchiv Heilbronn, Gegenstände Signatur E003-368, Silberservice, gewidmet dem Kaufmann August Schreiber in der Datenbank HEUSS
  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 835.