Derek Roy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kanada  Derek Roy

Geburtsdatum 4. Mai 1983
Geburtsort Ottawa, Ontario, Kanada
Größe 175 cm
Gewicht 85 kg

Position Center
Schusshand Links

Draft

NHL Entry Draft 2001, 2. Runde, 32. Position
Buffalo Sabres

Karrierestationen

1999–2003 Kitchener Rangers
2003–2005 Rochester Americans
2005–2012 Buffalo Sabres
2012–2013 Dallas Stars
2013 Vancouver Canucks
2013–2014 St. Louis Blues
2014 Nashville Predators
2014–2015 Edmonton Oilers
2015–2016 SC Bern
2016 HK Awangard Omsk
2016–2017 HK Traktor Tscheljabinsk
2017–2019 Linköpings HC
2019–2021 EHC Red Bull München

Derek Leonard Roy (* 4. Mai 1983 in Ottawa, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler. Der Center bestritt in elf Spielzeiten über 700 Partien für sechs Teams in der National Hockey League (NHL), den Großteil davon für die Buffalo Sabres, die ihn im NHL Entry Draft 2001 an 32. Position ausgewählt hatten. Den Herbst seiner Karriere verbrachte er in diversen europäischen Ligen und lief dabei unter anderem zwei Jahre für den EHC Red Bull München auf. Mit der kanadischen Nationalmannschaft gewann Roy unter anderem zwei Weltmeisterschafts-Silbermedaillen sowie die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 2018.

Roy begann seine Karriere bei den Kitchener Rangers in der Ontario Hockey League und war mit 87 Punkten der Topscorer der Rangers in der Spielzeit 1999/2000, was ihm die Auszeichnung als OHL Rookie of the Year einbrachte. In der folgenden Saison konnte er diese Leistung bestätigen und erzielte 42 Tore und 39 Assists. Beim NHL Entry Draft 2001 wurde er von den Sabres an 32. Stelle ausgewählt, spielte aber weiterhin in der OHL. In der Spielzeit 2001/02 stellte er neue Karriererekorde für erzielte Tore und gesammelte Punkte auf und blieb der Topscorer der Rangers. In seiner letzten OHL-Saison 2002/03 wurde er in die kanadische Juniorennationalmannschaft berufen, um an den U20-Weltmeisterschaften teilzunehmen. Er kehrte mit dem Gewinn der Silbermedaille zurück, außerdem erhielt er die Ehrung Spieler des Tages. Im gleichen Jahr konnten die Rangers den Memorial Cup gewinnen, wobei Roy als Mannschaftskapitän fungierte und sowohl den Wayne Gretzky 99 Award als auch die Stafford Smythe Memorial Trophy gewann.

Derek Roy als Spieler der Buffalo Sabres

Zur Spielzeit 2003/04 schickten die Sabres Roy zunächst zu den Rochester Americans in die American Hockey League. Allerdings absolvierte er nur 26 Spiele für die Amerks, da er einen Großteil der Saison für die Sabres in der NHL spielte. Roy kehrte dann zu den Americans zurück, da die NHL-Saison 2004/05 wegen des Lockout abgesagt wurde. Zu Beginn der folgenden Saison schaffte er es im Trainingslager der Sabres nicht, in den NHL-Kader berufen zu werden und begann die Spielzeit wiederum bei den Amerks. In 8 Spielen für Rochester konnte er 20 Scorerpunkte erzielen, so dass er von den Sabres in den NHL-Kader berufen wurde und sich seitdem dort etabliert hat.

Im Juli 2013 unterzeichnete Roy einen Einjahresvertrag bei den St. Louis Blues. Ein Jahr später schloss er sich als Free Agent den Nashville Predators an, wo er einen Einjahresvertrag unterzeichnete und dort rund eine Million Dollar verdient. Nach nur 26 Spielen für die Predators, in denen er zehn Punkte erzielte, wurde er im Austausch für Mark Arcobello zu den Edmonton Oilers transferiert.[1] Dort beendete er die Spielzeit 2014/15, erhielt jedoch darüber hinaus keinen Vertrag. Die Saisonvorbereitung verbrachte er bei den Washington Capitals auf Probebasis, erhielt dort jedoch keinen festen Vertrag.

Daraufhin wechselte Roy im Oktober 2015 in die Schweizer National League A, wo er einen Einjahresvertrag beim SC Bern[2] unterzeichnete, mit dem er 2016 den Meistertitel gewann. Im Juli 2016 wurde sein Wechsel in die Kontinentale Hockey Liga zum HK Awangard Omsk bekannt.[3] Er verließ den Klub aber bereits Anfang November wieder, da er im Tausch gegen Danil Gubarew zum Ligarivalen HK Traktor Tscheljabinsk transferiert wurde.[4] Für Tscheljabinsk erzielte er 12 Scorerpunkte in 40 KHL-Partien, ehe er die KHL im Sommer 2017 verließ und zum Linköpings HC in die Svenska Hockeyligan wechselte.[5] In seiner ersten Saison dort wurde er mit 35 Punkte (12 Tore, 23 Vorlagen) aus 45 Spielen teaminterner Topscorer. In der Saison 2018/19 war Roy erneut Topscorer des LHC in der Hauptrunde, war mit 42 Scorerpunkten zudem ligaweit der drittbeste Scorer und mit 34 Torvorlagen drittbester Vorlagengeber der Liga. Da der LHC jedoch die Play-offs 2019 verpasste, wurde dort vom Management ein Umbruch eingeleitet, so dass Roy trotz seiner sehr guten Leistungen keinen neuen Vertrag erhielt. Er wurde daraufhin im Mai 2019 vom EHC Red Bull München verpflichtet[6], konnte aber aufgrund einer schweren Schulterverletzung nur 10 Spiele bestreiten, in denen er sieben Punkte erzielte. Nach der Spielzeit 2020/21, in der er nur unwesentlich mehr Partien für München absolvierte, beendete er seine aktive Karriere.

Derek Roy nahm mit der kanadischen Nationalmannschaft an den Junioren-Weltmeisterschaften 2003 teil und gewann die Silbermedaille. Fünf Jahre später wiederholte er diesen Erfolg mit der Herrenauswahl Kanadas, wobei er mit zehn Scorerpunkten zu den besten Scorern im Team Canada gehörte. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 gewann er mit der kanadischen Auswahl, die ohne NHL-Spieler antrat, die Bronzemedaille. Roy führte die Mannschaft dabei (gemeinsam mit Maxim Noreau) in Scorerpunkten (7) an.

Erfolge und Auszeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1999/00 Kitchener Rangers OHL 66 34 53 87 44 5 4 1 5 6
2000/01 Kitchener Rangers OHL 65 42 39 81 114
2001/02 Kitchener Rangers OHL 62 43 46 89 92 4 1 2 3 2
2002/03 Kitchener Rangers OHL 49 28 50 78 73 21 9 23 32 14
2003 Kitchener Rangers Memorial Cup 4 3 1 4 6
2003/04 Rochester Americans AHL 26 10 16 26 20 16 6 8 14 18
2003/04 Buffalo Sabres NHL 49 9 10 19 12
2004/05 Rochester Americans AHL 67 16 45 61 60 9 6 5 11 6
2005/06 Rochester Americans AHL 8 7 13 20 10
2005/06 Buffalo Sabres NHL 70 18 28 46 57 18 5 10 15 16
2006/07 Buffalo Sabres NHL 75 21 42 63 60 16 2 5 7 14
2007/08 Buffalo Sabres NHL 78 32 49 81 46
2008/09 Buffalo Sabres NHL 82 28 42 70 38
2009/10 Buffalo Sabres NHL 80 26 43 69 48 6 0 2 2 4
2010/11 Buffalo Sabres NHL 35 10 25 35 16 1 0 1 1 0
2011/12 Buffalo Sabres NHL 80 17 27 44 54
2012/13 Dallas Stars NHL 30 4 18 22 4
2012/13 Vancouver Canucks NHL 12 3 3 6 2 4 0 1 1 2
2013/14 St. Louis Blues NHL 75 9 28 37 30 4 0 1 1 0
2014/15 Nashville Predators NHL 26 1 9 10 2
2014/15 Edmonton Oilers NHL 46 11 11 22 22
2015/16 SC Bern NLA 36 9 21 30 26 13 3 9 12 42
2016/17 HK Awangard Omsk KHL 21 5 7 12 20
2016/17 HK Traktor Tscheljabinsk KHL 34 6 4 10 24 6 0 2 2 4
2017/18 Linköping HC SHL 45 12 23 35 24 7 2 5 7 8
2018/19 Linköping HC SHL 49 8 34 42 28
2019/20 EHC Red Bull München DEL 10 0 7 7 8
2020/21 EHC Red Bull München DEL 12 4 5 9 4 2 0 0 0 0
OHL gesamt 242 147 188 335 323 30 14 26 40 22
AHL gesamt 101 33 84 107 90 25 12 13 25 24
KHL gesamt 55 11 11 22 44 6 0 2 2 4
Svenska Hockeyligan gesamt 94 20 57 77 52 7 2 5 7 8
DEL gesamt 22 4 12 16 12 2 0 0 0 0
NHL gesamt 738 189 335 524 391 49 7 20 27 36

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2003 Kanada U20-WM 2. Platz, Silber 6 1 2 3 4
2008 Kanada WM 2. Platz, Silber 9 5 5 10 6
2009 Kanada WM 2. Platz, Silber 9 4 4 8 4
2018 Kanada Olympia 3. Platz, Bronze 6 2 5 7 8
Junioren gesamt 6 1 2 3 4
Herren gesamt 24 11 14 25 18

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Commons: Derek Roy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. predators.nhl.com:„Nashville Acquires Arcobello From Edmonton“ (englisch, abgerufen am 30. Dezember 2014)
  2. Derek Roy: «Es war eine einfache Entscheidung». In: bernerzeitung.ch. 13. Oktober 2015, abgerufen am 11. Juli 2017.
  3. Derek Roy vom SCB zu Awangard Omsk. In: Neue Luzerner Zeitung. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2016; abgerufen am 9. Juli 2016.
  4. Stephan Roth: SCB-Meisterschütze abgeschoben: Derek Roy isst hartes Brot in Russland. In: blick.ch. 7. November 2016, abgerufen am 11. Juli 2017.
  5. NHL-meriterad forward till Linköping. In: aftonbladet.se. 7. Juli 2017, abgerufen am 11. Juli 2017.
  6. EHC Red Bull München verpflichtet Derek Roy. In: abendzeitung-muenchen.de. 6. Mai 2019, abgerufen am 7. Mai 2019.