Fanny Brunner

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Franziska „Fanny“ Brunner (* 1973 in Wien, Österreich) ist eine österreichische Theaterregisseurin.

Fanny Brunner ist die Tochter der Tänzerin Christl Zimmerl und des späteren Ballettdirektors der Wiener Staatsoper Gerhard Brunner.[1] Sie absolvierte eine Ausbildung zur Tänzerin an der Ballettschule der Wiener Staatsoper und trat in Ballettaufführungen der Wiener Staatsoper auf, so 1985/1986 als Genius in Hommage à Fanny Elßler[2] und 1988 als Spanierin in Die Puppenfee[3]. Anschließend studierte sie an der Universität Wien Theaterwissenschaft, Deutsche Philologie, Philosophie und Wissenschaftstheorie und diplomierte 2004 mit der Arbeit Tanz ’82 bis ’96 – Die Wiener Internationalen Tanzfestivals im Rahmen der Wiener Festwochen.[4] Nach freien Regieassistenzen am Schauspielhaus Graz und an den Vereinigten Bühnen Wien ging sie ab der Spielzeit 2001/2002 als feste Regieassistentin ans Schauspiel Frankfurt. Sie assistierte unter anderem bei Stéphane Braunschweig, Armin Petras, Anselm Weber und Jan Bosse.[5][6]

2014 schloss sie das Weiterbildungsprogramm Executive Master in Arts Administration an der Universität Zürich ab. 2006 gründete sie mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin Fiona Liewehr „dreizehnterjanuar – Freie Theaterproduktionen“,[7] eine Plattform für Theaterproduktionen in Wien, deren Künstlerische Leiterin sie bis heute ist.

Mit dem Dramaturgen und Autor Hans-Jürgen Hauptmann begann Fanny Brunner 2006, Stücke auf der Grundlage fremder und mit eigenen Texten zu entwickeln. Es entstanden Produktionen zu vielfältigen gesellschaftlichen Themen. Fanny Brunner ist Uraufführungsregisseurin von Stücken und Texten von Stefanie Sargnagel, Andrea Dworkin, Maria Milisavljević, Thomas Köck, Ulrike Syha, Karen Köhler, Dagrun Hintze und Alissa Walser.

Fanny Brunner arbeitet zusammen mit dem Bühnen- und Kostümbildner Daniel Angermayr,[8] den Musikern und Komponisten Alex Konrad[9] und Jan Preissler[10] und der Schauspielerin Katrin Grumeth[11]. Sie führte auch Regie bei Musikvideos, unter anderem für Ginga.[12]

Einzelnachweise

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  1. Christl Zimmerl. In: Persönlichkeiten Europas: Österreich. Iatas, Luzern 1975 und Belser, Stuttgart 1975, DNB 997499826.
  2. Eintrag auf der Website der Wiener Staatsoper
  3. Die Puppenfee auf der Website der Wiener Staatsoper
  4. Eintrag im Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek
  5. Fanny Brunner auf der Website des Thaters Ulm, abgerufen am 12. Januar 2022.
  6. Eine Kindheit ohne Liebe. In: Westfalen-Blatt. 24. Mai 2018, abgerufen am 12. Januar 2022.
  7. Ich bin Ernst – Ein Versuch über den Dichter Ernst Herbeck in Wien auf theaterkompass.de, 14. November 2006, abgerufen am 12. Januar 2022.
  8. Daniel Angermayr auf der Website des Theaters Essen, abgerufen am 12. Januar 2022.
  9. „Hamlet“ – Eine One-Woman-Show nach William Shakespeare auf der Website des Landestheater Württemberg-Hohenzollern, abgerufen am 12. Januar 2022.
  10. Dorothea Marcus: Trompeten der Endzeit auf nachtkritik.de, 13. April 2017, abgerufen am 12. Januar 2022.
  11. Website von Katrin Grumeth, abgerufen am 12. Januar 2022.
  12. Julia Binter: Kindlein liebt euch … In: Spotsz. Ausgabe 12/07.