In the Flesh Tour

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In the Flesh Tour
von Pink Floyd
Präsentationsalbum Animals, Wish You Were Here
Anfang der Tournee 23. Januar 1977
Ende der Tournee 6. Juli 1977

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 55
Chronologie
Wish You Were Here Tour
(1975)
In the Flesh Tour The Wall Tour
(1980/81)

Die In the Flesh Tour, auch bekannt als Animals Tour, war eine Konzerttournee der britischen Rockband Pink Floyd. Auf dieser Tour, die die Band zwischen Januar und Juli 1977 durch Europa und Nordamerika führte, spielte sie ihr damals aktuelles Album Animals (1977) sowie den Vorgänger Wish You Were Here (1975) jeweils in voller Länge.

Am 23. Januar 1977, dem Veröffentlichungsdatum von Animals, begannen Pink Floyd ihre In the Flesh Tour in Dortmund, die nach 55 Shows schließlich am 6. Juli 1977 in Montréal endete. Obwohl das Album Animals den kommerziellen Erfolg der beiden vorherigen Alben The Dark Side of the Moon und Wish You Were Here nicht wiedrholen konnte, gelang es der Band, Arenen und Stadien in Nordamerika und Europa auszuverkaufen und Rekorde in Bezug auf Umfang und Besucherzahlen aufzustellen. So kamen zum Konzert in Chicago geschätzte 95.000 Zuschauer und auch in Cleveland und Montréal verzeichnete die Gruppe einen Rekord, indem sie vor etwa 80.000 Menschen spielte.

Die Bühnenshow beinhaltete große aufblasbare Schweinepuppen sowie einen pyrotechnischen „Wasserfall“. Bei den Open-Air-Shows in Nordamerika gab es zusätzlich eine Konstruktion mit regenschirmähnlichen Vordächern, die sich von der Bühne erhoben, um die Musiker und ihre Instrumente bei schlechtem Wetter vor Nässe zu schützen.

Dies war die letzte Tournee, auf der Pink Floyd Lieder von Animals live darboten (frühe Versionen der Songs Sheep und Dogs wurden bereits während ihrer Tourneen 1974 und 1975 unter den Titeln Raving and Drooling und You Gotta Be Crazy aufgeführt.) Zudem war es die einzige Tour, auf der die Gruppe die Alben Animals und Wish You Were Here in voller Länge spielten. In der ersten Hälfte der Show spielte die Band alle Songs von Animals in einer im Gegensatz zum Studioalbum veränderten Reihenfolge, beginnend mit Sheep, dann Pigs on the Wing (Part I), Dogs, Pigs on the Wing (Part II) und schließlich Pigs (Three Different Ones). Die zweite Hälfte der Show umfasste das Album Wish You Were Here in seiner genauen Reihenfolge (Shine On You Crazy Diamond [Parts I–V], Welcome to the Machine, Have a Cigar, Wish You Were Here und Shine On You Crazy Diamond (Parts VI–IX)). Hierbei erfuhren die Songs Welcome to the Machine und Wish You Were Here ihre Livepremiere, wobei letzteres Lied umarrangiert wurde. Es enthielt ein ausgedehntes Gitarrensolo und eine Reprise der zweiten Strophe, hierauf schloss Richard Wright das Lied mit einem Klaviersolo ab. Der Zugabenteil bestand aus Money und Us and Them aus The Dark Side of the Moon. Am 9. Mai 1977 wurde in Oakland (angeblich auf Wunsch von Konzertpromoter Bill Graham) einmalig Careful with That Axe, Eugene als zusätzliche Zugabe gespielt.

Während der Tour durch Nordamerika verhielt sich Roger Waters zunehmend aggressiv und beschimpfte oft das störende Publikum, das entweder Feuerwerkskörper zündete oder bei ruhigeren Liedern zu laut grölte. Als besonderer Tiefpunkt aus der Sicht der Band galt dabei das Abschlusskonzert der Tour am 6. Juli 1977 in Montréal. Wegen des zu lauten und rücksichtslosen Benehmens einiger Fans in der ersten Reihe ging Waters in den Bühnengraben und spuckte einem der Randalierer ins Gesicht. Auch David Gilmour war mit dem Ablauf dieser Show so unzufrieden, dass er bereits nach der ersten Zugabe von der Bühne ging und sich weigerte, wieder zurückzukehren. Da andererseits jedoch das Publikum das Konzert nicht ohne eine weitere Zugabe verlassen wollte, spielten die verbliebenen Musiker als Notlösung einen Blues Jam ohne Beteiligung von Gilmour. Die Ereignisse dieses Abends und Waters’ zunehmendes Gefühl der Entfremdung zwischen ihm und dem Publikum, inspirierte die Gruppe schließlich zu ihrem Nachfolgealbum The Wall (1979).

Beispiel-Setlist

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Nr. Datum Stadt Land Veranstaltungsort Anmerkungen
Leg 1 – Europa
1 23. Januar 1977 Dortmund Deutschland Westfalenhalle
2 24. Januar 1977
3 26. Januar 1977 Frankfurt am Main Festhalle
4 27. Januar 1977
5 29. Januar 1977 Berlin Deutschlandhalle
6 30. Januar 1977
7 1. Februar 1977 Wien OsterreichÖsterreich Stadthalle
8 3. Februar 1977 Zürich Schweiz Hallenstadion
9 4. Februar 1977
10 17. Februar 1977 Rotterdam NiederlandeNiederlande Sportpaleis Ahoy'
11 18. Februar 1977
12 19. Februar 1977
13 20. Februar 1977 Antwerpen Belgien Sportpaleis
14 22. Februar 1977 Paris FrankreichFrankreich Pavilion de Paris
15 23. Februar 1977
16 24. Februar 1977
17 25. Februar 1977
18 27. Februar 1977 München Deutschland Olympiahalle
19 28. Februar 1977
20 1. März 1977
21 15. März 1977 London EnglandEngland Wembley Empire Pool
22 16. März 1977
23 17. März 1977
24 18. März 1977
25 19. März 1977
26 28. März 1977 Stafford New Bingley Hall
27 29. März 1977
28 30. März 1977
29 31. März 1977
Leg 2 – Nordamerika
30 22. April 1977 Miami Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami Stadium
31 24. April 1977 Tampa Tampa Stadium
32 26. April 1977 Atlanta The Omni
33 28. April 1977 Baton Rouge LSU Assembly Center
34 30. April 1977 Houston Jeppesen Stadium
35 1. Mai 1977 Fort Worth Tarrant County Convention Center
36 4. Mai 1977 Phoenix Arizona Veterans Memorial Coliseum
37 6. Mai 1977 Anaheim Anaheim Stadium
38 7. Mai 1977
39 9. Mai 1977 Oakland Coliseum Arena
40 10. Mai 1977
41 12. Mai 1977 Portland Memorial Coliseum
Leg 3 – Nordamerika
42 15. Juni 1977 Milwaukee Vereinigte StaatenVereinigte Staaten County Stadium
43 17. Juni 1977 Louisville Freedom Hall
44 19. Juni 1977 Chicago Soldier Field
45 21. Juni 1977 Kansas City Kemper Arena
46 23. Juni 1977 Cincinnati Riverfront Coliseum
47 25. Juni 1977 Cleveland Municipal Stadium World Series of Rock
48 27. Juni 1977 Boston Boston Garden
49 28. Juni 1977 Philadelphia Spectrum
50 29. Juni 1977
51 1. Juli 1977 New York City Madison Square Garden
52 2. Juli 1977
53 3. Juli 1977
54 4. Juli 1977
55 6. Juli 1977 Montréal Kanada Stade Olympique