Karl August Horst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Karl August Horst (* 10. August 1913 in Darmstadt; † 30. Dezember 1973 in Benediktbeuern) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker.

Karl August Horst war der Sohn eines Kaufmanns. Er besuchte ein humanistisches Gymnasium in Darmstadt, an dem er 1931 die Reifeprüfung ablegte. Anschließend studierte er Germanistik, Romanistik und Philosophie an den Universitäten in Berlin, München, Göttingen und Bonn. Nach dem Zweiten Weltkrieg, an dem Horst als Funker der Luftwaffe teilnahm, war er bis 1948 als Assistent von Ernst Robert Curtius an der Universität Bonn tätig. 1947 promovierte er dort mit einer Arbeit über Calderón zum Doktor der Philosophie.

In den folgenden Jahren wirkte Karl August Horst als Literaturkritiker (u. a. für die Zeitschrift „Merkur“, für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Neue Zürcher Zeitung“). Horst lebte zunächst in München, später in Benediktbeuern. Er veröffentlichte literaturwissenschaftliche Arbeiten, aber auch eigene literarische Werke. Daneben war er Herausgeber der Reihe „Erzähler der Welt“ und übersetzte zahlreiche Autoren aus dem Spanischen (vor allem Jorge Luis Borges), Französischen, Italienischen und Englischen.

Karl August Horst war ab 1963 Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums.

  • Elegien, Konstanz a. Bodensee [u. a.] 1937
  • Die Metapher in Calderóns comedias, Bonn 1947
  • Ich und Gnade, Freiburg 1951
  • Zero, Frankfurt a. M. 1951
  • Ina Seidel, Stuttgart 1956
  • Die deutsche Literatur der Gegenwart, München 1957
  • Das Spektrum des modernen Romans, München 1960
  • Der Skorpion, München 1963
  • Das Abenteuer der deutschen Literatur im 20. Jahrhundert, München 1964
  • Die Reduktion des Begriffs Wirklichkeit in der neueren erzählenden Literatur, Mainz 1972
  • Zwischen den Stühlen, Mainz 1972
  • Bald wird die Vogelschrift entsiegelt, Mainz 1983

Beiträge in Zeitschriften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Sebastian Hensel: Die Familie Mendelssohn 1729 - 1847, Freiburg [u. a.] 1959
  • José Ortega y Gasset: Triumph des Augenblicks, Glanz der Dauer, Stuttgart 1960
  • O. Henry: Kurzgeschichten, Freiburg im Breisgau 1967
  • Literatur und Wissenschaft, Düsseldorf [u. a.] 1968

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Villa Massimo | Stipendien. Abgerufen am 22. August 2019.