Konfessionsverteilung der Einwohner der Stadt Mainz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Konfessionsverteilung der Einwohner der Stadt Mainz spiegelt die Entwicklung der Stadt im religiösen Aspekt wider. Aber auch die historische Entwicklung ist an ihr gut ablesbar.

Die Stadt Mainz war von dem Ursprung des christlichen Lebens in ihr, der schon auf das 2. Jahrhundert datiert werden kann, katholisch geprägt. Seit 340 ist Mainz als Bischofssitz nachgewiesen, 780/782 wurde sie Sitz eines Erzbischofs. Eine jüdische Gemeinde gibt es in der Stadt spätestens seit der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Die im 16. Jahrhundert umgreifende Reformation konnte zunächst kaum in Mainz Fuß fassen, evangelische Bewohner gab es nur kurzfristig während der Einfälle während des Schmalkaldischen Kriegs und des Dreißigjährigen Kriegs. Erst seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts änderte sich die Lage; seitdem hat der Protestantismus zugenommen, zunächst in Gestalt der evangelischen Landeskirche, später dann auch in der Form verschiedener Freikirchen. Auch weitere Religionsgemeinschaften sind hinzugekommen; insbesondere ist in diesem Zusammenhang auf den Islam in seinen verschiedenen Ausprägungen hinzuweisen, der seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark an Gewicht gewonnen hat.

Näheres ist zu erfahren unter Religionsgeschichte im Hauptartikel über die Stadt.

Statistik seit 1800

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diagramm 1800–2012

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Grafik der unten aufgeführten Statistik, prozentuale Angaben

Konfessionsstatistik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Konfessions- bzw. Religionszugehörigkeiten in Mainz[1]
Jahr Gesamt Katholiken in % Protestanten in % Juden in % keine /
ohne Angabe /
Sonstige
in %
1800 21.200 18.850 89,0 750 3,5 1.600 7,5    
1816 25.251 22.066 87,4 1576 6,2 1606 6,4 3 0,01
1824 28.409 23.880 84,1 2892 10,2 1.633 5,7 4 0,01
1834 31.535 26.399 83,7 3388 10,7 1.740 5,5 8 0,03
1840 32.142 25.562 79,6 4813 14,9 1.756 5,5 11 0,03
1846 36.656 28.529 77,9 5943 16,2 2.134 5,9 50 0,1
1852 35.140 27.633 78,4 5037 14,3 2.128 6,0 342 1,0
1852 36.741 28.823 78,4 5317 14,5 2.125 5,8 476 1,3
1871 60.837 39.706 65,3 17.483 28,7 3.064 5,0 584 1,0
1895 76.566 46.100 60,2 26.930 35,2 3.166 4,1 370 0,5
1900 84.251 49.414 58,6 31.151 37,0 3.104 3,7 580 0,7
1905 106.338 63.001 59,2 39.418 37,1 3.101 2,9 818 0,8
1925 108.537 65.914 60,7 37.053 34,1 2.738 2,5 2.832 2,6
1933 142.627 80.777 56,6 51.937 36,4 2.609 1,8 7.304 5,2
1946 75.020 46.006 61,3 23.764 31,7 59 0,08 5.191 6,9
1961 134.375 71.904 53,5 54.335 40,4 130 0,09 8.136 6,1
1970 172.195 94.394 54,8 64.941 37,7 142 0,1 12.781 7,4
1987 172.529 87.986 51,0 54.952 31,9 162 0,09 29.591 17,1
1997 200.392 87.367 43,6 53.254 26,6 203 0,1 59.568 29,7
1998 200.934 86.727 43,2 52.866 26,3 k. A. k. A. 61.341 30,5
1999 199.047 84.497 42,5 52.157 26,2 k. A. k. A. 62.393 31,3
2000 198.055 82.990 41,9 51.668 26,1 k. A. k. A. 63.397 32,0
2001 199.959 82.473 41,2 51.397 25,7 k. A. k. A. 66.089 33,1
2002 202.441 82.227 40,6 51.506 25,4 k. A. k. A. 68.708 33,9
2003 203.794 81.792 40,1 51.234 25,1 k. A. k. A. 70.768 34,7
2004 202.563 80.423 39,7 50.543 25,0 k. A. k. A. 71.597 35,3
2005 197.041 77.673 39,4 48.471 24,6 k. A. k. A. 70.897 36,0
2006 198.501 77.641 39,1 48.529 24,4 k. A. k. A. 72.331 36,4
2007 200.133 77.398 38,7 48.481 24,2 k. A. k. A. 74.254 37,1
2008 199.183 76.378 38,3 47.905 24,1 k. A. k. A. 74.900 37,6
2009 199.752 75.827 38,0 47.905 24,0 k. A. k. A. 76.020 38,1
2010 201.425 75.349 37,4 47.888 23,8 k. A. k. A. 78.188 38,8
2011 203.041 75.084 37,0 47.623 23,5 k. A. k. A. 80.334 39,6
2012 204.846 74.774 36,5 47.372 23,1 k. A. k. A. 82.700 40,4
2013 206.628 74.164 35,9 46.801 22,6 k. A. k. A. 85.663 41,5
2014 209.402 73.671 35,2 46.257 22,1 k. A. k. A. 89.475 42,7
2015 [2] 73.333 34,5 45.666 21,5 k. A. k. A. 93.349 44,0
2016 72.930 33,7 45.362 21,0 k. A. k. A. 97.802 45,3
2017 72.251 33,2 45.006 20,7 k. A. k. A. 100.585 46,2
2018 216.966 70.591 32,5 43.974 20,3 k. A. k. A. 102.401 47,2[3][4]
2019 218.353 69.347 31,8 43.517 19,9 k. A. k. A. 105.489 48,3[5]
2020 217.017 66.944 30,8 42.421 19,5 k. A. k. A. 107.652 49,6[6]
2021 217.218 64.730 29,8 41.249 19,0 k. A. k. A. 111.239 51,2[7]
2022 219.572 62.005 28,0 39.844 18,0 k. A. k. A. 119.217 53,9[8]
2023 223.395 60.066 26,9 38.579 17,3 k. A. k. A. 124.750 55,8[9]

k. A. = keine Angaben in Quelle vorhanden, Zahl der Mitglieder der jüdischen Gemeinde in der Kategorie keine / ohne Angabe / Sonstige enthalten (vgl. hierzu unten).

Daten zu den Gemeinden, deren Mitglieder unter ohne Angabe bzw. Sonstige geführt werden

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Mitgliederzahlen können darüber hinaus für folgende Gemeinden genannt werden[Anm 1]:

Weitere Gemeinden

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den folgenden Gemeinden und Gemeinschaften sind keine Mitgliederzahlen bekannt:

  • Mainz – Die Geschichte der Stadt; Hrsg.: Franz Dumont, Ferdinand Scherf, Friedrich Schütz; 2. Aufl.; Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1999
  1. Hierbei handelt es sich um Mitgliederzahlen von Gemeinden mit Sitz in Mainz. Nicht alle dieser Mitglieder müssen auch in Mainz gemeldet sein, wie auch in Mainz gemeldete Personen ihre Mitgliedschaft in einer anderen Gemeinde der entsprechenden Religionsgemeinschaft oder einer Religionsgemeinschaft, die in Mainz selber nicht vertreten ist, pflegen können.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Statistische Informationen zur Stadtentwicklung (Memento vom 4. Januar 2015 im Internet Archive), abgerufen am 1. Februar 2015
  2. Mainz Statistische Informationen 2017 Tabelle 1.10 (Memento des Originals vom 1. Juli 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mainz.de Abgerufen am 1. Juli 2019.
  3. Statistische Informationen zur Stadtentwicklung 2018 Tabelle 1.10 Wohnberechtigte Bevölkerung nach Religionszugehörigkeit seit 1980 (Memento des Originals vom 2. Dezember 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mainz.de, abgerufen am 21. Januar 2020
  4. Stadt Mainz Gemeindestatistik Religionszugehörigkeit Stichtag: 31. Dezember 2018, abgerufen am 14. Februar 2021
  5. Stadt Mainz Gemeindestatistik Religionszugehörigkeit Stichtag: 31. Dezember 2019, abgerufen am 21. Januar 2020
  6. Stadt Mainz Gemeindestatistik Religionszugehörigkeit Stichtag: 31. Dezember 2020, abgerufen am 2. Januar 2021
  7. Stadt Mainz Gemeindestatistik Religionszugehörigkeit Stichtag: 31. Dezember 2021, abgerufen am 3. Januar 2022
  8. Stadt Mainz Gemeindestatistik Religionszugehörigkeit Stichtag: 31. Dezember 2022, abgerufen am 18. Februar 2023
  9. Stadt Mainz Gemeindestatistik Religionszugehörigkeit Stichtag: 31. Dezember 2023, abgerufen am 24. Januar 2024
  10. Wer wir sind, auf mainz.bahai.de, abgelesen am 23. Juli 2020; 2018 waren noch keine entsprechenden Angaben zu finden, vgl. Herzlich willkommen auf der Homepage der Mainzer Bahá'í Gemeinde (Memento vom 20. März 2018 im Internet Archive), auf mainz.bahai.de, abgelesen am 19. März 2018.
  11. Gottesdienst. Abgerufen am 15. März 2018.
  12. Angaben für 1886 - 1967: Chronik der Gemeinde Mainz, in: Festschrift zur Einweihung der Kreuzkirche. 13. September 1998, Mainz o. J. [1998], S. 8–11.
  13. 2009 und 2011: http://www.baptisten-mainz.de/?s=statistik, abgelesen am 4. September 2011, nicht mehr erreichbar am 18. März 2018.
  14. Jahrbuch des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden 2017/18, S. 132.
  15. Allgemeines zur Freien Evangelischen Gemeinde. Abgerufen am 15. Februar 2021., auf feg-mainz.de
  16. Die Zugehörigkeit zum Islam ist nicht unbedingt an eine formelle Mitgliedschaft in einem Moscheeverein o. ä. gekoppelt
  17. Muslime in Mainz (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive), auf philippus-mainz.de, abgelesen am 4. September 2011
  18. Moscheen in Mainz, auf .moscheesuche.de, abgelesen am 20. März 2018. Hier sind 11 Moscheen eingetragen, davon eine im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim.
  19. Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde, auf alemannia-judaica.de, abgelesen am 27. Februar 2018.
  20. Für 1897-1966 nach Neuapostolische Kirche Bezirk Mainz (Memento vom 30. August 2011 im Internet Archive), auf nac-mgemnowa.org, abgelesen am 4. September 2011
  21. Ein kleines Portrait unserer Gemeinde (Memento vom 22. März 2019 im Internet Archive), auf nak-bezirk-mainz.de, abgelesen am 19. März 2018.
  22. Herzlich willkommen in der Gemeinde Mainz-Kostheim (Memento vom 22. März 2019 im Internet Archive), auf nak-bezirk-mainz.de, abgelesen am 19. März 2018.
  23. Buddhistisches Zentrum Mainz-Wiesbaden, auf diamantweg-buddhismus.de, abgerufen am 15. Februar 2021
  24. Claudia Becker, Versuche religiöser Erneuerung in der Moderne am Beispiel des evangelischen Theologen Friedrich Rittelmeyer (1872-1938), Diss., Berlin 2001, S. 250 Anm. 1535.
  25. Informationen aus den Regionen. Ereignisse - Finanzen - Pläne, , Nr. 73, Michaeli 2016, S. 1, am 25. März 2018., auf christengemeenschap.nl
  26. Vgl. https://freiebaptisten-mainz.de/, abgerufen am 18. April 2021. Die Gemeinde ist verbunden mit der Konferenz für Gemeindegründung, vgl. https://kfg.org/gemeinden/freie-baptisten-gemeinde-mainz/, abgelesen am 19. April 2021.
  27. Vgl. https://mainz.de/verzeichnisse/vereinsverzeichnis/freie-baptistengemeinde-mainz-e.v.vereine.php, abgelesen am 19. April 2021.
  28. Freireligiöse Gemeinde Mainz, auf fgmz.de, abgelesen am 19. März 2018.
  29. Jehovas Zeugen Mainz, auf mainz.de, abgelesen am 19. März 2018.