Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009/Diskuswurf der Männer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften
Disziplin Diskuswurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 30 Athleten aus 21 Ländern
Austragungsort Deutschland Berlin
Wettkampfort Olympiastadion
Wettkampfphase 18. August (Qualifikation)
19. August (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Robert Harting (Deutschland GER)
Silbermedaille Piotr Małachowski (Polen POL)
Bronzemedaille Gerd Kanter (Estland EST)
Das Berliner Olympiastadion während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften

Der Diskuswurf der Männer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 wurde am 18. und 19. August 2009 im Olympiastadion der deutschen Hauptstadt Berlin ausgetragen.

Weltmeister wurde der deutsche WM-Zweite von 2007 Robert Harting. Silber gewann der polnische Olympiazweite von 2008 Piotr Małachowski. Bronze ging an den Titelverteidiger, aktuellen Olympiasieger, Vizeweltmeister von 2007 und Vizeeuropameister von 2006 Gerd Kanter aus Estland.

Bestehende Rekorde

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weltrekord 74,08 m Deutschland Demokratische Republik 1949 Jürgen Schult Neubrandenburg, DDR (heute Deutschland) 6. Juni 1986[1]
WM-Rekord 70,17 m Litauen Virgilijus Alekna WM 2005 in Helsinki, Finnland 7. August 2005

Der bestehende WM-Rekord wurde bei diesen Weltmeisterschaften nicht eingestellt und nicht verbessert.

Es war ein Landesrekord zu verzeichnen:
69,15 m – Piotr Małachowski (Polen), Finale am 19. August

Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet:

verzichtet
x ungültig
r Wettkampf nicht fortgesetzt (retired)

Dreißig Teilnehmer traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 64,50 m. Sieben Athleten übertrafen diese Marke (hellblau unterlegt). Das Finalfeld wurde mit den fünf nächstplatzierten Sportlern auf zwölf Werfer aufgefüllt (hellgrün unterlegt). So mussten schließlich 62,29 m für die Finalteilnahme erbracht werden.

Aleksander Tammert, 2006 EM-Dritter, schied als Siebter seiner Gruppe mit 62,24 m aus

18. August 2009, 10:05 Uhr

Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m)
1 Robert Harting Deutschland Deutschland 66,81 66,81
2 Gerd Kanter Estland Estland 66,73 66,73
3 Casey Malone Vereinigte Staaten USA 65,13 65,13
4 Mario Pestano Spanien Spanien 65,03 65,13
5 Bogdan Pischtschalnikow Russland Russland 62,93 62,93 61,09 60,08
6 Omar Ahmed El Ghazaly Agypten Ägypten 62,84 62,84 62,09 x
7 Aleksander Tammert Estland Estland 62,24 62,24 61,93 59,44
8 Ian Waltz Vereinigte Staaten USA 62,04 x 60,27 62,04
9 Benn Harradine Australien Australien 61,74 60,73 61,74 60,79
10 Gaute Myklebust Norwegen Norwegen 60,80 x 60,80 x
11 Bertrand Vili Frankreich Frankreich 60,68 60,68 x x
12 Jorge Balliengo Argentinien Argentinien 59,19 56,69 55,32 59,19
13 Oleksij Semenow Ukraine Ukraine 58,78 58,78 57,31 x
14 Daniel Schaerer Schweiz Schweiz 58,50 58,50 58,23 57,22
NM Haidar Abdul Shadid Irak Irak ogV x x x

18. August 2009, 11:35 Uhr

Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m)
1 Zoltán Kővágó Ungarn Ungarn 65,82 x 65,82
2 Jarred Rome Vereinigte Staaten USA 65,51 60,92 65,51
3 Virgilijus Alekna Litauen Litauen 65,04 65,04
4 Piotr Małachowski Polen Polen 64,48 64,20 64,48 62,65
5 Gerhard Mayer Osterreich Österreich 62,53 62,53 59,33 62,19
6 Frantz Kruger Finnland Finnland 62,29 62,29
7 Jennifer Frank Casañas Spanien Spanien 61,10 x x 61,10
8 Erik Cadée Niederlande Niederlande 60,64 x 60,64 x
9 Markus Münch Deutschland Deutschland 60,55 60,55 x 59,12
10 Irfan Yildirim Turkei Türkei 59,93 59,93 57,28 x
11 Märt Israel Estland Estland 59,58 59,58 x r
12 Ahmed Mohamed Dheeb Katar Katar 59,16 55,33 59,16 x
13 Nikolai Sedjuk Russland Russland 59,03 x 59,03 58,62
14 Germán Lauro Argentinien Argentinien 57,88 57,88 x x
15 Ercüment Olgundeniz Turkei Türkei 57,52 56,54 x 57,52

In Qualifikationsgruppe B ausgeschiedene Diskuswerfer:

19. August 2009, 20:10 Uhr

Im Finale gab es ein hochspannendes Duell zwischen dem Polen Piotr Małachowski und dem Deutschen Robert Harting, das erst im letzten Durchgang entschieden wurde. Die beiden waren hoch überlegen, mit jedem ihrer gültigen Würfe übertrafen sie die 67-Meter-Marke, an die ansonsten kein Werfer herankam. Nur im vierten Durchgang produzierten beide jeweils einen ungültigen Wurf. Małachowski lag bis zur einschließlich fünften Runde an der Spitze. Mit seinem letzten Wurf übertraf Harting den Polen, der nicht mehr kontern konnte, um 28 Zentimeter. Damit war Robert Harting zum ersten Mal Weltmeister.

Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 4. Versuch (m) 5. Versuch (m) 6. Versuch (m)
1 Robert Harting Deutschland Deutschland 69,43 68,25 67,04 67.80 x 67,80 69,43
2 Piotr Małachowski Polen Polen 69,15 NR 68,77 68,05 67,00 x 69,15 67,33
3 Gerd Kanter Estland Estland 66,88 65,91 65,65 66,88 x 66,24 65,45
4 Virgilijus Alekna Litauen Litauen 66,36 66,36 66,32 65,68 64,53 66,24 x
5 Casey Malone Vereinigte Staaten USA 66,06 64,61 61,59 65,65 64,84 65,98 66,06
6 Zoltán Kővágó Ungarn Ungarn 65,17 x 63,09 62,47 x 65,17 61,69
7 Bogdan Pischtschalnikow Russland Russland 65,02 62,03 63,29 63,18 64,26 65,02 x
8 Gerhard Mayer Osterreich Österreich 63,17 62,16 60,49 63,17 x 60,83 x
9 Omar Ahmed El Ghazaly Agypten Ägypten 62,83 62,13 62,83 62,76 nicht im Finale der
besten acht Werfer
10 Mario Pestano Spanien Spanien 62,76 62,76 x 62,27
11 Jarred Rome Vereinigte Staaten USA 62,47 58,48 62,47 x
12 Frantz Kruger Finnland Finnland 59,77 x 59,77 x

Einzelnachweise und Anmerkungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Athletics – Progression of outdoor world records, Discus throw – Men, sport-record.de, abgerufen am 13. Februar 2022