Manifest von Manila

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Das Manifest von Manila (auch Lausanne II genannt) ist das Schlussdokument des „Internationalen Kongresses für Weltevangelisation“ in Manila. Es gilt als die Fortschreibung und Aktualisierung der Lausanner Verpflichtung, einer freiwilligen, christlich-evangelikalen Verpflichtungserklärung.

Der zweite „Kongress für Weltevangelisation“ fand im Juli 1989 in Manila statt. Organisiert wurde die internationale Tagung vom Lausanner Komitee für Weltevangelisation. Erstmals hatte der Kongress 1974 im schweizerischen Lausanne stattgefunden.[1][2]

Das Manifest von Manila ist keine individuelle Verpflichtung, sondern eine „öffentliche Erklärung von Überzeugungen, Absichten und Motiven.“[3] Verfasst wurde das Dokument von John Stott. Es nimmt wesentliche Inhalte der Lausanner Verpflichtung erneut auf, ergänzt und aktualisiert diese.[1] Das Manifest von Manila differenziert zwischen Evangelisation und sozialem Engagement.[4]

Einzelnachweise

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  1. a b Klaus Fiedler: Manila Manifest. In: Hans Dieter Betz u. a. (Hrsg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. 4. Auflage. Band 8, Nr. 5. UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-8401-5, Sp. 743.
  2. J. Gordon Melton: Lausanne Covenant. In: Encyclopedia of World Religions. Encyclopedia of Protestantism, Nr. 6. Facts of File, New York 2005, ISBN 0-8160-5456-8, S. 334 (englisch).
  3. Lausanner Bewegung – Deutscher Zweig (Hrsg.): Das Manifest von Manila. Autorisierte deutsche Fassung. Stuttgart 1999, S. 6.
  4. Lausanner Bewegung – Deutscher Zweig (Hrsg.): Das Manifest von Manila. Autorisierte deutsche Fassung. Stuttgart 1999, S. 14: „Unsere fortwährende Verpflichtung zu sozialem Handeln ist nicht eine Verwechslung des Reiches Gottes mit einer christianisierten Gesellschaft. Sie ist vielmehr eine Anerkennung der Tatsache, daß das biblische Evangelium unausweichlich soziale Folgerungen hat. Wahre Mission muß immer ‚inkarnatorisch‘ sein. Darum müssen wir demütig Zugang suchen zu der Welt anderer Menschen, indem wir uns mit ihrer sozialen Wirklichkeit identifizieren, mit ihrer Trauer und ihrem Leid, mit ihrem Ringen um Gerechtigkeit gegen Unterdrückungsmächte.“