Marcus Off

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Marcus Off (* 29. Juni 1958 in Überlingen) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben und Karriere

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wuchs in Lindau und Altensteig auf und machte in München sein Abitur. Er besuchte das Schauspielerausbildungsinstitut HB Studio in New York.

Er lieh seine Stimme unter anderem Joe Flanigan in Stargate Atlantis, Johnny Depp in Pirates of the Caribbean I–III, Simon Baker in The Mentalist, Karl Urban in Der Herr der Ringe sowie Steve Coogan in In 80 Tagen um die Welt und Das Alibi. Bekannt wurde er vor allem durch sein Erscheinen in diversen deutschsprachigen Seifenopern und Fernsehserien wie beispielsweise der Lindenstraße.

Nachdem Marcus Off für die ersten drei Teile der Pirates-of-the-Caribbean-Reihe die deutsche Stimme von Johnny Depp war, wurde er für den vierten Teil, Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten, nicht mehr eingesetzt, da es zu Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Honorars mit dem produzierenden Studio Disney kam. So lehnte Disney den Anspruch Offs auf weitere Beteiligung auf Grundlage des § 32a UrhG – „Bestsellerparagraf“ – ab. Off forderte für die Film-Synchronisation der ersten drei Teile des Millionenerfolgs mehr als die bisher bezahlten 9306,14 Euro.[1][2] Am 10. Mai 2012 erzielte Off vor dem Bundesgerichtshof einen Zwischenerfolg.[3] Am 1. Juni 2016 entschied das Kammergericht Berlin, dass Off das Zehnfache seiner ursprünglichen Gage zustehe, womit sein Nachvergütungsanspruch nach acht Jahren vorläufig bestätigt wurde.[4] Im April 2017 wurde das Urteil rechtskräftig.[5]

Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronisation (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Sheen

Johnny Depp

Steve Coogan

Laurent Lafitte

Paddy Considine

Yvan Attal

  • 2007: Piraten, Verlag DAV, 70 Min.
  • 2007: Piraten-Schrecken der Meere, Verlag DAV, 70Min.
  • 2012: Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo: Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt, gesprochen von Hanns Zischler und Marcus Off. Der Audio Verlag, Berlin 2012. 3 CD, 225 min.
  • 2012: Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo: Verstehen sie das Herr Schmidt, gesprochen von Hanns Zischler und Marcus Off. Der Audio Verlag,
  • 2013: Fluch der Karibik 1,Verlag Kiddinx
  • 2013: Fluch der Karibik 2,Verlag Kiddinx
  • 2014: Der Teufel von St.James, Chronicles 3
  • 2014: Der Werwolf, Sherlock Holmes Chronicles 4
  • 2014:Die Nacht der schwarzen Fledermaus
  • 2015: Minions, Verlag Karrussel, 1Stunde
  • 2015: Mandolas, Takimo
  • 2016 Symbolon, Takimo
  • 2017: Elementare, Takimo
  • 2019: The Cruise 1 und 2
  • 2020: Die geweihten des Totengottes, Das schwarze Auge 3, Verlag Highscore Music
  • 2020: Verschwörung am Hofe, Das schwarze Auge 4
  • 2020: Der Safe mit dem Rätselschloß, Edgar Wallace III
  • 2020: Kampf um die Macht, Verlag Winterzeit

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Simon Feldmer: Ein Mann kämpft für seine Stimme. In: sueddeutsche.de. 9. August 2011, abgerufen am 31. März 2020.
  2. Boris A. Plücken: KG Berlin: Synchronsprecher von Johnny Depp unterliegt im Streit um Nachvergütung nach § 32 a UrhG (Memento vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive).
  3. BGH, Urteil vom 10. Mai 2012 – I ZR 145/11 – Fluch der Karibik. In: openjur.de. Abgerufen am 31. März 2020.
  4. Carsten Baumgardt: Recht bekommen: Marcus Off erhält nun für seine Synchronisation von Johnny Depp in den ersten drei „Fluch der Karibik“-Filmen doch viel mehr Geld. In: filmstarts.de. 23. Juni 2016, abgerufen am 31. März 2020.
  5. Gagennachzahlung für Captain Sparrows deutsche Stimme (Memento vom 8. April 2017 im Internet Archive).