Mathéo Tuscher

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Der Rebellion R-One von Alexandre Imperatori, Dominik Kraihamer und Mathéo Tuscher beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2016

Mathéo Tuscher (* 12. Dezember 1996 in Noville VD) ist ein ehemaliger französisch-schweizerischer Automobilrennfahrer. Er startete teilweise mit tschechischer Rennlizenz. 2014 und 2015 trat er in der GP3-Serie an.

Tuscher begann seine Motorsportkarriere im Alter von drei Jahren im Kartsport, in dem er bis 2010 aktiv war. Unter anderem gewann er 2009 die Schweizer KF3-Kartmeisterschaft.

Anfang 2011 machte Tuscher erste Erfahrungen im Formelsport. Er testete ein Formel-3-Fahrzeug unter Aufsicht von Luca Baldisserri, der das Fahrerförderprogramm der Scuderia Ferrari leitet.[1] Seine ersten Renneinsätze im Formelsport hatte Tuscher 2011 in der Formula Pilota China Series. Er startete in dieser Serie mit tschechischer Lizenz und unter tschechischer Flagge.[2] Da er zu dem Zeitpunkt erst 14 Jahre alt war, war die asiatische Serie eine der wenigen Möglichkeiten, bereits in diesem Alter im Formelsportrennen zu fahren.[1] Tuscher gewann acht von zwölf Rennen und entschied die Meisterschaft dominant für sich. Im Winter 2011/2012 nahm er zunächst unter französischer Flagge an Testfahrten der Formel 2 und anschließend unter Schweizer Flagge an Testfahrten der GP3-Serie[3] teil. Er lag dabei jeweils innerhalb der ersten zehn.[4][5] Tuscher erhielt schließlich für die Saison 2012 ein Cockpit in der FIA-Formel-2-Meisterschaft, in der er unter Schweizer Flagge startete. Er war im Alter von 15 Jahren der zu diesem Zeitpunkt jüngste Formel-2-Fahrer überhaupt. Bereits in seinem ersten Qualifying erzielte er die Pole-Position. Am zweiten Rennwochenende beendete er beide Rennen als Zweiter und erzielte seine ersten Podest-Platzierungen. Tuscher gewann zwei Rennen und wurde mit 210 zu 231,5 Punkten Zweiter der Fahrerwertung hinter Luciano Bacheta. Tuscher war in der Saison 2012 der beste Neuling.

2013 war Tuscher nach der Einstellung der Formel 2 ohne festes Cockpit. Er nahm nur an einer Veranstaltung der Formel Renault 3.5 für Zeta Corse teil. 2014 ging Tuscher für Jenzer Motorsport in der GP3-Serie an den Start.[6] Bereits im ersten Sprintrennen in Barcelona gelang ihm als Zweiter die einzige Podest-Platzierung der Saison. Er beendete die Saison auf dem zwölften Gesamtrang. Außerdem nahm Tuscher 2014 an einer Veranstaltung der alpinen Formel Renault teil. 2015 absolvierte Tuscher seine zweite GP3-Saison für Jenzer.[7] Er erreichte den 13. Gesamtrang. Darüber hinaus ging Tuscher für Rebellion Racing zu zwei Rennen der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2015 (WEC) an den Start.[8]

Nachdem der Vertrag von Tuscher mit Rebellion zum Ende der Saison 2016 nicht verlängert wurde, ist Tuscher für die Saison 2017 vorerst ohne Cockpit.[9]

Tuscher besitzt die französische und schweizerische Staatsbürgerschaft.[1] Zu einigen Rennen trat er mit tschechischer Rennlizenz an.[10]

Tuscher wird von Craig Pollock gemanagt.[1]

Karrierestationen

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Einzelergebnisse in der GP3-Serie

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Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 Punkte Rang
2014 Jenzer Motorsport Spanien ESP Osterreich AUT Vereinigtes Konigreich GBR Deutschland GER Ungarn HUN Belgien BEL Italien ITA Russland RUS Vereinigte Arabische Emirate UAE 29 12.
8 2 6 DNF 14 8 18 11 22 15 DNF 16 8 DNF DNF 11 DNF 10
2015 Jenzer Motorsport Spanien ESP Osterreich AUT Vereinigtes Konigreich GBR Ungarn HUN Belgien BEL Italien ITA Russland RUS Bahrain BRN Vereinigte Arabische Emirate UAE 22 13.
14 13 12 DSQ 10 9 10 9 DNF 4 6 6 DNF DNF 12 DNF 16 14

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft

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Jahr Team Fahrzeug Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte Rang
2015 Rebellion Racing Rebellion R-One AER Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich SIL Belgien SPA Frankreich LMS Deutschland NÜR Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AUS JapanJapan FUJ China Volksrepublik SHA Bahrain BRN 0,5 32.
            DNF 11
Farbe Bedeutung
Gold Sieger
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Klassifiziert innerhalb der Top 10
Hellblau Klassifiziert innerhalb der Punkteränge (ab Platz 11)
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett Rennen nicht beendet (DNF)
nicht klassifiziert (NC)
Rot nicht qualifiziert (DNQ)
Schwarz disqualifiziert (DSQ)
Weiß nicht am Start (DNS)
zurückgezogen (WD)
Rennen abgesagt (C)
Blanko nicht teilgenommen
gemeldet, aber nicht teilgenommen (DNP)
verletzt oder krank (INJ)
ausgeschlossen (EX)

Le-Mans-Ergebnisse

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Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2016 Schweiz Rebellion Racing Rebellion R-One Schweiz Alexandre Imperatori OsterreichÖsterreich Dominik Kraihamer nicht klassiert
Commons: Mathéo Tuscher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c d “The boy wonder: Matheo Tuscher” (paddockscout.com am 1. Mai 2012)
  2. “MALAYSIAN SUPER SERIES 2011” (Memento vom 15. Juli 2014 im Internet Archive) (formulapilotachina.com am 27. November 2011; PDF; 154 kB)
  3. “GP3 Season Gets underway With Testing In Estoril” (thecheckeredflag.co.uk am 20. Februar 2012)
  4. “Müller tops timesheets on day one of testing in Estoril” (Memento vom 21. April 2012 im Internet Archive) (gp3series.com am 21. Februar 2012)
  5. “Vainio tops final day of GP3 test in Estoril” (Memento vom 21. April 2012 im Internet Archive) (gp3series.com am 22. Februar 2012)
  6. Peter Allen: “Jenzer confirm GP3 trio of Varhaug, Tuscher and Fong”. paddockscout.com, 3. Mai 2014, abgerufen am 4. Mai 2014.
  7. Gruz David: Jenzer retain Matheo Tuscher, add Ralph Boschung for GP3. paddockscout.com, 5. März 2015, abgerufen am 18. März 2015 (englisch).
  8. Matheo Tuscher replaces Daniel Abt at Rebellion Racing for WEC. autosport.com, 26. Oktober 2015, abgerufen am 22. November 2015 (englisch).
  9. Peter Wyss: Motorsport: Neel Jani ist die Nummer 1. In: AutoSprintCH.de. 4. Februar 2017, abgerufen am 1. April 2017.
  10. “Mathéo Tuscher” (formulapilotachina.com; abgerufen am 2. März 2012)