Merckle SM 67

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Merckle SM 67
Merckle SM 67 V2 im Hubschraubermuseum Bückeburg
Typ Leichter Mehrzweckhubschrauber
Entwurfsland

Deutschland Bundesrepublik BR Deutschland

Hersteller Süddeutsche Flugzeugwerke K. E. Merckle
Erstflug 1959
Stückzahl 3 Prototypen

Der Merckle SM 67 war der erste deutsche von einer Turbine angetriebene Hubschrauber.

Der Auftrag zur Entwicklung wurde 1957 vom Bundesverteidigungsministerium erteilt. Von der Auslegung war er der Alouette II ähnlich. Das erste Versuchsmuster absolvierte am 7. Juli 1959 erfolgreich seinen Abnahmeflug. Das bemerkenswert geringe Vibrationsniveau wurde im Abnahmebericht ebenso hervorgehoben wie die gute Steuerbarkeit und Stabilität. Es folgten deshalb noch zwei weitere Versuchsmaschinen, in denen die mit dem Prototyp gewonnenen Erfahrungen berücksichtigt wurden. Eine Maschine wurde bei der Erprobung durch Unfall zerstört.

Dass sich die Bundeswehr im Wettbewerb um einen 5-sitzigen Verbindungshubschrauber für die SE-3130 Alouette II entschied, lag vor allem an der früheren Verfügbarkeit des Musters.[1]

Das Versuchsmuster V2 diente dann bei MBB als Prüfstand für Komponenten der Bo 105. Zusammen mit dem weiteren, noch erhaltenen Versuchsmuster V3 wurde es später zu der Maschine zusammengesetzt, welche heute im Hubschraubermuseum Bückeburg zu besichtigen ist.[2]

Technische Daten

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Kenngröße Daten
Besatzung 1 Pilot + 4 Passagiere
(vorn 2, hinten 3 nebeneinander)
Rumpflänge 10,02 m
Rotordurchmesser 10,50 m
Höhe 2,80 m
Startmasse 1700 kg
Reichweite 300 km
Triebwerk eine Turboméca-Artouste-IIC-Freilauf-Wellenturbine mit 406 WPS
Commons: Merckle SM-67 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Karlheinz Kens: Flugzeugtypen, Carl Lange Verlag Duisburg, 4. Ausgabe, 1963, ohne ISBN
  • Thomas Seitz: Hubschrauber-Entwicklung in Oedheim, Oedheimer Hefte Nr. 11 – Beiträge zur Oedheimer und Degmarner Geschichte, 2009, ohne ISBN

Einzelnachweise

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  1. Virtuelles Luftfahrtmuseum (Archivlink)
  2. Kyrill von Gersdorff, Kurt Knobling: Hubschrauber und Tragschrauber. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1999, S. 131