Shorttrack-Weltmeisterschaften 1982

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Shorttrack-Weltmeisterschaften 1982
Disziplin Shorttrack



Wettkampfort Moncton, Kanada
Wettkampfphase 2.–4. April 1982

Die Shorttrack-Weltmeisterschaften 1982 fanden vom 2. bis zum 4. April 1982 im kanadischen Moncton statt. Alle vier Titel gingen an Athleten aus Kanada: Bei den Frauen siegte Maryse Perreault im Mehrkampf, bei den Männern Guy Daignault. Auch die kanadischen Frauen- und Männerstaffeln waren erfolgreich.

Im Rahmen der Shorttrack-WM 1982 wurden Einzelrennen über 500, 1000, 1500 und 3000 Meter (jeweils Frauen und Männer) sowie Staffeln über 3000 Meter (Frauen) und 5000 Meter (Männer) gelaufen. Die Finalteilnehmer auf jeder Einzelstrecke erhielten gemäß ihrer Platzierung Punkte (fünf für den Sieger, drei für den Zweiten, zwei für den Dritten und einen für den Vierten), die zusammengerechnet eine Gesamtwertung ergaben. Die besten Athleten dieser Wertung nach den ersten drei gelaufenen Distanzen qualifizierten sich für das Superfinale über 3000 Meter. Die Erstplatzierten der Einzelstrecken werden von der ISU nicht als Weltmeister geführt, sondern ausschließlich die Sieger der Gesamtwertung (= des Mehrkampfes) und der Staffeln.[1]

Kanadische Athleten bestimmten die Weltmeisterschaft: Auf allen acht Einzelstrecken gab es einen kanadischen Doppelsieg, im Mehrkampf gingen jeweils alle drei Medaillen an Sportler aus dem Gastgeberland, die zudem beide Staffeln für sich entschieden. Eine wesentliche Rolle bei der Dominanz der kanadischen Läufer spielte ihr Material. Sechs der acht Teammitglieder trugen Kunststoffschlittschuhe der Marke Laberge, die den konventionellen Schlittschuhen aus Leder überlegen waren.[2] Die Mehrkampfgoldmedaillen gewannen die 17-jährige Maryse Perreault aus Sherbrooke und Guy Daignault aus Montreal.

Wettbewerb Gold Silber Bronze
Sportlerin Leistung Sportlerin Leistung Sportlerin Leistung
500 Meter Kanada Sylvie Daigle 0:49,30 min Kanada Maryse Perreault 0:49,46 min Kanada Louise Begin 0:50,40 min
1000 Meter Kanada Maryse Perreault 1:50,09 min Kanada Sylvie Daigle 1:50,17 min Kanada Louise Begin 1:51,28 min
1500 Meter Kanada Maryse Perreault 2:48,10 min Kanada Louise Begin 2:48,61 min Japan Mika Kato 2:48,67 min
3000 Meter Kanada Louise Begin 5:43,26 min Kanada Maryse Perreault 5:43,30 min Japan Mika Kato 5:44,57 min
Gesamtwertung Kanada Maryse Perreault 16 Punkte Kanada Louise Begin 12 Punkte Kanada Sylvie Daigle 8 Punkte
3000-Meter-Staffel Kanada Kanada
Maryse Perreault
Louise Begin
Sylvie Daigle
Nathalie Grondin
Marie-José Martin
5:00,69 min Japan Japan
Miyoshi Kato
Mika Kato
Tsugumi Watanabe
Eiko Shishii
Mariko Kinoshita
5:08,45 min Australien Australien
Gail Sandercock
Eva Fabian
Judy-Ann Baber
Jenny Weir
Pam Cavanaugh
5:14,14 min
Wettbewerb Gold Silber Bronze
Sportler Leistung Sportler Leistung Sportler Leistung
500 Meter Kanada Guy Daignault 0:45,69 min Kanada Gaétan Boucher ohne Zeit Kanada Louis Grenier ohne Zeit
1000 Meter Kanada Guy Daignault 1:41,53 min Kanada Gaétan Boucher 1:41,56 min Vereinigtes Konigreich Stuart Horsepool 1:43,13 min
1500 Meter Kanada Guy Daignault 2:34,42 min Kanada Gaétan Boucher 2:34,45 min Vereinigte Staaten Steve Merrifield 2:34,48 min
3000 Meter Kanada Louis Grenier 5:34,23 min Kanada Guy Daignault 5:34,32 min Vereinigtes Konigreich Stuart Horsepool 5:35,68 min
Gesamtwertung Kanada Guy Daignault 18 Punkte Kanada Gaétan Boucher 10 Punkte Kanada Louis Grenier 8 Punkte
5000-Meter-Staffel Kanada Kanada
Gaétan Boucher
Louis Grenier
Louis Baril
Guy Daignault
Michel Delisle
7:52,74 min Niederlande Niederlande
Menno Boelsma
Tjerk Terpstra
Charles Veldhoven
Ger Boelsma
Joop Wolvers
8:06,05 min Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
David Besteman
Patrick Moore
Martin Pierce
Paul Jacobs
Steve Merrifield
ohne Zeit

Medaillenspiegel

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Platz Land
1 Kanada Kanada 4 2 2 8
2 Japan Japan 1 1
Niederlande Niederlande 1 1
4 Australien Australien 1 1
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1 1
Total 4 4 4 12

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. World Championships Medalists – Men. In: Short Track Speed Skating Media Guide 2023/24. S. 26–28. Abgerufen am 1. Februar 2024 auf isu.org.
  2. Deanna Christensen: Technological Advancements in Sporting Equipment for Selected Sports. April 1996.