Thomas Bauer (Unternehmer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Thomas Bauer

Thomas Bauer (* 27. Juli 1955 in Schrobenhausen) ist ein deutscher Bauunternehmer und Aufsichtsratsvorsitzender der Bauer AG in Schrobenhausen.

Familie, Werdegang, Unternehmertätigkeit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Bauer ist ein Sohn des Bauunternehmers Karlheinz Bauer und leitete von 1984 bis 2018 das Familienunternehmen in siebter Generation. Ende 2018 wechselte er in den Aufsichtsrat und übernahm dessen Vorsitz. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Nach dem Abitur am Gymnasium in Schrobenhausen 1975 leistete er seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe ab (letzter Dienstgrad: Fähnrich). Ab 1976 studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Abschluss: Diplom-Kaufmann) und war ein Studiensemester in den USA. 1982 trat er in das Familienunternehmen ein. Von 1984 bis 2001 war Thomas Bauer Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH. Von 1994 bis 2018 war er Vorstandsvorsitzender der Bauer AG, die seit 2006 an der Börse notiert und als Holding der operativen Unternehmen der BAUER Gruppe agiert. Thomas Bauer trieb Ende der 80er Jahre die Internationalisierung des Unternehmens und ab 2001 die Neugliederung des Konzerns mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources maßgeblich voran.

Thomas Bauer ist seit 1993 Lehrbeauftragter der Technischen Universität München für Baubetriebswirtschaftslehre, ab 1998 als Honorarprofessor.

Verbandstätigkeit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsichtsratsmandate

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • BAUER EGYPT S.A.E., Kairo (Vorsitzender)
  • MAURER SE, München

Thomas Bauer ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, des Verdienstordens des Freistaats Thüringen sowie des Bayerischen Verdienstordens und der Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft. Seine Heimatstadt Schrobenhausen zeichnete ihn im Jahre 2007 mit der Goldenen Bürgermedaille aus. Im Oktober 2013 erhielt Thomas Bauer auf Antrag der Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität München, den Doktor-Ingenieur ehrenhalber (Dr.-Ing. E. h.), mit der Motivation „für herausragende Leistungen im Spezialtiefbau und die Weiterentwicklung eines Familienunternehmens zu einem weltweit hoch anerkannten Unternehmen mit großer Innovationskraft“.[1] Der Bayerische Bauindustrieverband zeichnete ihn 2016 mit der Ehrenpräsidentschaft aus.[2]

Thomas Bauer ist seit 1973 Mitglied der CSU und gehörte von 1990 bis 2011 dem Kreistag des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen an. Von 2003 bis 2021 war er Landesschatzmeister der CSU[3]. Mehrmals war er Mitglied der Bundesversammlung für die Bundespräsidentenwahl.

Nach dem Rücktritt von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos im Jahr 2009 hatte er erklärt, für die Nachfolge zur Verfügung zu stehen.[4] Er wurde allerdings nicht als Minister berufen. Nachfolger von Glos wurde Karl-Theodor zu Guttenberg.

Die Ankündigung der Daimler AG, keine Parteispenden mehr zu leisten, schätzte Bauer als "Schwächung der Demokratie" ein. Bauer warf Daimler vor, "sich aus der Verantwortung zu stehlen".[5]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Bayerischer Bauindustrieverband: TU München verleiht Prof. Thomas Bauer die Ehrendoktorwürde. 25. Oktober 2013, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. April 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bauindustrie-bayern.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Bayerische Gemeindezeitung vom 6. Mai 2016
  3. Holger Sabinsky-Wolf: Albsteiger und Reichhart: Schwäbische Politiker steigen in der CSU auf. Abgerufen am 16. September 2022.
  4. tsarchive: Unionsspitze will Glos doch ziehen lassen. In: tagesschau.de-Archiv. 8. Februar 2009, abgerufen am 11. Juni 2020 (deutsch).
  5. Thomas Vitzthum: Parteispenden-Stopp: CSU wirft Daimler Schwächung der Demokratie vor. 23. April 2019 (welt.de [abgerufen am 12. Mai 2019]).